Dritte Frage zu Tradikas Geburtstag

Heute widme ich mich den Fragen meiner geschätzten Kollegin Imke, die das Thema Weiterbildung ansprechen.

Imke fragt: “Wie erschließe ich mir meine Fachgebiete? Was hilft aus deiner Sicht (bzw. in deinen Fachgebieten) am meisten: Learning-by-doing oder gezielte Fortbildung (ob Webinar, Seminar, Firmenkontakte mit Führungen und Kontakt zu Fachleuten oder selbstständiges Lernen)? Das dürften die Fragen sein, die Berufseinsteiger, aber auch Erfahrene, die merken, dass auf ihrem Gebiet die Nachfrage zurückgeht, ganz besonders interessieren.”

Meine Antwort: Direkt nach dem Studium denkt man sich als Absolvent/in berechtigterweise: Jetzt habe ich aber genug gelernt, das reicht doch erstmal. Pustekuchen. Je früher man anfängt, sich weiterzubilden, desto besser. Am besten schon im Studium, denn auf die Studieninhalte alleine darf man sich auf keinen Fall stützen – sie sind immer nur sehr grobe Einblicke in Fachgebiete und regen zum eigenständigen Weiterforschen an.

Da ich mich schon im Studium selbständig gemacht habe, war klar, dass ich dann auch schon Seminare und Webinare besuchen und Fachbeiträge lesen würde. Konkret heißt das: Ich habe mir zum Beispiel ein juristisches Spezialseminar gesucht, das die Rechtskenntnisse auffrischt und erweitert, ich nehme regelmäßig an kürzeren und längeren Webinaren teil (sei es zu scheinbar banalen Themen wie Facebook-Unternehmensseite oder auch zur italienischen Rechtsterminologie des Fachgebietes xy), ich lese fremdsprachige Fachblogs, die übersetzungsrelevante und auch fachsprachliche Themen ansprechen. Wenn ich mal Fachleute treffe, lasse ich mir bei einer Unterhaltung auch gerne mal den ein oder anderen Sachverhalt (“Wie ist das bei euch mit den Schutzzäunen in der Werkhalle?”) erklären.
Learning by doing funktioniert in Maßen auch, gekoppelt mit selbständigem Lernen und Recherchieren. Kaum ein Übersetzer hat schon jedes auf der Welt existierende Dokument gesehen, geschweige denn übersetzt. Man hat also zum Beispiel mit fast jeder Urkunde oder jedem Vertrag wieder neue Herausforderungen. Da muss man sich einfach ransetzen, es probieren und durch exakte Recherche herausfinden, ob/dass man richtig liegt.

Wichtig ist glaube ich, die Neugier nicht zu verlieren, den Drang, Neues zu lernen. Wege findet man immer, denn an Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt es uns – gerade im vernetzten Zeitalter – wirklich nicht.

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