Wie ich zur Existenzgründung kam (Blogparade)

Mein erster Beitrag für eine Blogparade! Kanntet ihr nicht? Ich auch nicht. Dank meiner (zukünftigen) Kollegin Sandra Kathe und ihrem Blog habe ich erfahren, was eine Blogparade ist und nehme natürlich gerne daran teil. Ihre Fragen in diesem Beitrag lauten:

An welchem Punkt im Leben habt ihr euch für den Freiberufler-Werdegang entschieden und die Festanstellung für den großen Traum aufgegeben?  Gab es eine Achterbahnfahrt der Gefühle oder wart ihr euch immer sicher, das Richtige zu tun? Und was ist euer Erfolgsrezept für Freiberufler-Krisenzeiten?

Mein Sprung ging damals nicht so ganz ins Ungewisse. Ich hatte den Master in Germersheim begonnen und mich dann gefragt, was ich in weniger als zwei Jahren machen möchte, wenn ich den Abschluss in der Tasche habe. Eine Festanstellung suchen? Lange Strecken pendeln müssen, weil ich räumlich an Karlsruhe gebunden bin? Für einen fremden Arbeitgeber übersetzen und nichts selbst entscheiden können? Die Idee gefiel mir als Freigeist nicht ganz so gut, schon gar nicht nach 4 Jahren Pendelei nach Germersheim. Aber sich selbständig machen? Kein regelmäßiges Einkommen haben? Sich um alles selbst kümmern müssen? Der Gedanke machte zugegebenermaßen auch Bauchschmerzen.
Zusammen mit Familie und Freunden machte ich mir monatelang Gedanken und schmiedete Pläne, und Anfang 2012 (also genau zur Mitte des Masterstudiums) machte ich dann Nägel mit Köpfen. Ich wollte das verbleibende Studienjahr nutzen, um in die Branche einzusteigen, erste Erfahrungen zu sammeln und dennoch zu nichts verpflichtet zu sein. Wenn mir innerhalb dieses Jahres so gar nichts gelingen und ich merken würde, dass mir die Selbständigkeit doch nicht liegt, dann hätte ich problemlos die Möglichkeit, mich doch zu bewerben. Es sollte also wie eine Probezeit für mich selbst und mein Unternehmen werden, in der mir nichts passieren kann.

Ich weiß nicht, ob meine Gefühle Achterbahn gefahren sind. Ich weiß nur, dass ich mir ganz bestimmt nicht immer sicher war, ob ich das Richtige tue. Wenn man vor Problemen steht, für die es auf den ersten Blick keine Lösung zu geben scheint, erlebt man den ein oder anderen verzweifelten Moment. Ich habe aber festgestellt, dass es nichts gibt, was sich nicht lösen lässt. Man muss sich manchmal eben auch Hilfe bei erfahrenen Kollegen und im Berufsverband suchen. Und man darf sich nicht davon beeinflussen lassen, dass es andere manchmal angeblich besser wissen.
Es gibt immer Hochs und Tiefs, man muss nur damit umzugehen wissen. Es gibt Zeiten, da läuft alles wie am Schnürchen, ein Auftrag jagt den nächsten, das Netzwerk wächst fleißig und die Motivation spielt voll mit. Dann gibt es aber auch Zeiten, in denen für eine oder zwei Wochen eher Flaute herrscht, ein Großauftrag gerade geliefert wurde und man eine Verschnaufpause braucht und in denen die Motivation wie ein Teufelchen ins Ohr flüstert: nö, heute nicht. Es gibt auch Tage, an denen ist das Haustier (sei es nun Fisch, Hund, Katze oder Vogel) das einzige Wesen, mit dem man laut spricht – das kennen diejenigen, die alleine im Homeoffice arbeiten, bestimmt : )

Wenn einem die Selbständigkeit aber liegt, dann macht das alles nichts. Ich glaube nicht, dass Festangestellte an 365 Tagen im Jahr gleich gute/schlechte Laune haben, dass immer alles gleich gut/schlecht verläuft und es nicht auch mal Hochs und Tiefs gibt und Tage, an denen man sich am liebsten krankmelden würde. Wo ist also der Unterschied zur Selbständigkeit? Sie ist in meinen Augen genauso eine Herausforderung wie die Festanstellung, nur eben auf eine andere  Art. Und das liebe ich an meinem Beruf!

Danke an Sandra für die Möglichkeit, meine Gedanken zur Existenzgründung nochmals zusammentragen zu können!

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1 Kommentar

  1. Hallo Sarah,

    vielen Dank nochmals für deinen Beitrag an meiner Blogparade. Ich habe gerade nochmal eine kleine Zusammenfassung gepostet, die du hier nachlesen kannst: http://s-kathe.com/wordpress/sprung-ins-ungewisse-teil-2/

    Viele Grüße und da das Jahr ja noch gar nicht so alt ist: Ein frohes neues Jahr und alles Gute für ein erfolgreiches 2014.

    Sandra Kathe

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