Die erste Weiterbildung

So manchen wunderte es, dass ich eine Woche nach dem offiziellen Studienende gleich die erste Weiterbildungsveranstaltung besucht habe. Das ist aber gar nicht ungewöhnlich, denn schon im Studium war es nicht unüblich, das ein oder andere Seminar zu besuchen, um das eigene Wissen zu erweitern. Pünktlich zum Wochenende reiste ich in die schöne Stadt Leipzig, um das zweitätige Juristische Seminar, das der DVÜD anbot, zu besuchen. Geplant waren Themen aus den Bereichen Zivil-, Dienst- und Werkvertrags- sowie Immobiliarsachenrecht. So sieht mein Fazit aus:

Die Größe der „Lerngruppe“ war genau richtig, um sinnvolle und nicht zu ausschweifende Diskussionen zu führen. Auch das Vorwissen aller Teilnehmer war vergleichbar, wodurch alle in etwa im gleichen Tempo mitarbeiten konnten. Am ersten Seminartag lernten wir den Allgemeinen Teil des BGB kennen, zum Teil durch kurze Denkfragen, Diskussionen und schließlich auch durch Beispielfälle. Obwohl die einzelnen Sachverhalte nie in strikt derselben Reihenfolge durchgenommen wurden, war der rote Faden deutlich erkennbar. Das Mitdenken wurde durch die abwechslungsreiche Gestaltung eher noch erleichtert. Unseren Seminarleiter konnten wir durch das schnelle Lösen vieler Fälle sogar positiv überraschen.
Am zweiten Seminartag widmeten wir uns dem Besonderen Teil des BGB und dem Dienst- und Werkvertragsrecht, da es für Übersetzer sehr wichtig ist, hier die Besonderheiten und Unterschiede zu kennen. Gern gemachte (Denk-)Fehler in Bezug auf Gewährleistung/Garantie oder Verpflichtungs-/Verfügungsgeschäft wurden beseitigt. Immer wieder bildeten wir spontan Beispielfälle aus dem Übersetzeralltag, zum Beispiel in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Agenturen und deren AGB oder die Rechte und Pflichten des Übersetzers bei der Zusammenarbeit mit Kunden. So haben wir nicht nur das theoretische juristische Wissen gefestigt, sondern gleich noch praktisches Wissen für unseren Arbeitsalltag gewonnen.

Das Seminar war übrigens sehr flexibel, ich hatte nie das Gefühl, dass ich gedanklich nicht mehr mitkam, weil immer Zeit für Fragen und kurze Pausen war und wir das Lerntempo mitbestimmen konnten. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass ich eineinhalb Jahre Jura aus der Universität in zwei Tagen aufgefrischt und zusammengefasst hatte und sogar noch Neues aus dem Rechtsgebiet Immobiliarsachenrecht lernen konnte.

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